Warum hat der Februar nur 28 Tage?

933 Kommentare | Rubrik: Mal recherchiert

 

Tja, wenn man Webanalyse (Webcontrolling) macht hat, kommt man manchmal zu ganz alltäglichen Fragestellungen. Immer wieder muss man erklären, dass der Februar normalerweise 10% Besucherabfall hat wegen des verkürzten Monats. Aber warum ist das eigentlich so? Ich hab da mal was recherchiert...

Kalenderblatt

Der Februar ist mit seinen 28 Tagen bzw. 29 Tagen der Außenseiten im Kalender. Dabei könnte man die 365 Tage auch gleichmäßiger auf die Monate verteilen.

Rückblick in die Geschichte

Zur Zeit der Römer und zwar bis zum 8. Jahrhundert v. Chr, gab es insgesamt nur zehn Monate. Diese endeten schon damals mit dem December (vom lateinischen "decem" für zehn"). Dabei umfasste der römische Kalender nur  304 Tage und die restlichen Tage wurden einfach nicht gezählt. Die Jahreszählunug startete dann erst wieder mit dem ersten Neumond im Frühjahr.

Erst der zweite König von Rom, Numa Pompilius (* 750 v. Chr.; † 671 v. Chr.; Herrschaft 716 v. Chr. bis 671 c. Chr. ,) änderte dies. Um 700 v. Chr. verkürzte er die Monate mit 30 Tagen auf 29 und fügte zwei weitere Monate mit 51 Tagen hinzufügte. Die zwei Monate benannte er Ianuaris (29 Tage) und Februarius (28 Tage). Februarius wurde abgeleitet von Februa dem Sühne- und Reinigungsfestes.
 
Da die Römer astronomisch auch nicht gerade unbegabt waren, erkannten Sie schnell, dass 355 Tage nicht ganz für ein Sonnenjahr reichen. Dementsprechend wurde gegen Jahresende hin und wieder ein Schaltmonat, Mercedonius (Intercalaris), mit 10 Tagen hinzugefügt.

Da die Römer glaubten, dass gerade Zahlen Unglück bringen sieht vielleicht auch folgende Verteilung der Kalendertage etwas merkwürdig aus.

Nr.  

Monat

Tage

    

Nr.  

Monat

Tage

1

Martius

31

7

September

29

2

Aprilis

29

8

October

31

3

Maius

31

9

November

29

4

Iunius

29

10

December

29

5

Quintilis

31

11

Ianuarius

29

6

Sextilis

29

12

Februarius

28

Änderung zum Julianischer Kalender

Im Jahr 46 v. Chr. wurde durch Julius Cäsar das Kalenderwirrwar beendet und er fügte einen ganzen Schaltmonat hinzu, um die bisher fehlenden Tage von Numas System aufzuholen. Deshalb hatte dieses Jahr auch 445 Tage. Zusätzlich fügte er den kürzeren Monaten ein bis zwei Tage hinzu, nur den Februar beließ er bei 28 Tagen.

Über die Gründe warum der Februar hierbei zu kurz kam, lässt sich heute nur noch spekulieren. Vielleicht einfach aus Traditionsgründen, um die Wintermonate kurz zu halten oder um die vielen Festtage der Römer nicht durcheinander zu bringen.

Änderung zum Gregorianischen Kalender

Die letzte Änderung unseres Kalendersystems und somit der Übergang vom Julianischen Kalender zum heute genutzten Gregorianischen Kalenders wurde 1582 durch Papst Gregor XIII durchgeführt.

Folgende Regeln gelten daher heute für Schaltjahre:

  • Ist die Jahreszahl durch 4 teilbar, aber nicht durch 100, dann ist es ein Schaltjahr mit 366 Tagen.
  • Ist die Jahreszahl durch 100 teilbar, aber nicht durch 400, dann ist das Jahr ein gewöhnliches Jahr und hat nur 365 Tage.
  • Ist die Jahreszahl durch 400 teilbar, ist das Jahr ein Schaltjahr.

So, ich hoffe das hat etwas Licht ins Dunkel gebracht, auch wenn das Rätsel mit dem verkürzten Monat wohl nie richtig aufgedeckt werden wird.

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